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Das Krummhorn

 


(Quelle: Wikipedia -  Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0)
Das Krummhorn (in alten Quellen auch Krumhorn oder Krumphorn geschrieben; engl.: Crumhorn; frz.: Cromorne, Tournebout; ital.: Cromorna, Storto) ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt, zylindrisch gebohrter Röhre und Windkapsel. Es besitzt sieben vorderständige Grifflöcher und ein Daumenloch für den linken Daumen. Der Tonumfang beträgt eine große None. Beim modernen Krummhorn ist der Tonumfang durch zwei Klappen nach oben erweitert und beträgt dann eine Undezime. Das Überblasen war ursprünglich nicht vorgesehen, ist beim modernen Krummhorn jedoch unter Zuhilfenahme der Klappen möglich, wobei das Instrument wegen der zylindrischen Bohrung in die Duodezime überbläst. Die überblasenen Töne unterscheiden sich klanglich jedoch sehr stark von den übrigen Tönen. Insbesondere bei den tiefen Instrumenten lassen sich die jeweils tiefsten Töne durch eine geringfügige Absenkung des sonst üblichen Blasdrucks auch Unterblasen, bei gleichem Griff erklingt an Stelle des üblichen Tons dessen Unterquinte. Das Instrument besitzt nahezu keinen Dynamikbereich, Blasdruckänderungen führen zu Tonhöhenänderungen und dienen daher der Intonation, was insbesondere bei Gabelgriffen angewendet wird. Es gibt die Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor, Bass und Großbass. Kleinere und größere Instrumente wurden versuchsweise gebaut, konnten sich aber nicht durchsetzen. Wie bei den meisten Holzblasinstrumenten der Renaissance ist die c/f-Stimmung üblich: Stimmlage Tonumfang (in Klammern modernes Krummhorn) Sopran c1 d1 d2 ( f2) Alt f0 g0 f1 ( b1) Tenor c0 d0 d1 ( f1) Bass F G f0 ( b0) Großbass C D d0 ( f0) Alt und Bass werden vereinzelt auch einen Ganzton höher, also mit dem tiefsten Ton g0 bzw. G, gebaut. Krummhörner sind mittels Gabelgriffen chromatisch mit Ausnahme der kleinen Sekunde zum tiefsten Ton spielbar. Das Krummhorn wurde in Europa im 15. Jahrhundert entwickelt und stammt von einem mittelalterlichen Instrument mit gerader Röhre und einem Tierhorn (von Kuh oder Ziege) am unteren Ende ab. Im 16. Jahrhundert war das Instrument weit verbreitet. Mit dem musikalischen Übergang von der Renaissance zum Barock im 17. Jahrhundert geriet es aus der Mode. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts werden wieder Krummhörner gebaut und gespielt. Neben der Wiedergabe von Musik aus Mittelalter und Renaissance wird das Krummhorn vereinzelt auch bei Folk und moderner Musik eingesetzt. Es gibt ein gleichnamiges, ähnlich klingendes Orgelregister, meist zu 16' oder 8'. Dieses Lingualregister hat zylindrische Becher mit meist natürlicher Länge.
(Quelle: Wikipedia)


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