Ihr sucht ein Instrument, wollt eines verkaufen, sucht eine Band oder bestimmte Noten?
Dann ist hier der richtige Platz f¨r Eure Anzeige!

Gästebuch
Gästebuch
Eintragen
Eintragen
 
Seite 5 von 5    1  « ...  3  4  5 
#1: Karsten Evers

Email  evers [at] burg-fuersteneck [dot] de
Homepage http://www.burg-fuersteneck.de
KalendarDonnerstag, 29.01.2009 - 14:32:54
Die Akademie BURG FÜRSTENECK lädt ein zur
9. Etappe für Alte Musik und Historischen Tanz
Mit dem Ensemble "Oni Wytars"
13. bis 15. März 2009

Das Thema der diesjährigen Etappe ist:

"Musica Antiqua Italica"
Il Paradiso della Musica e della Danza
Alte Musik und Historischer Tanz in Italien
zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert
Italien ist im Mittelalter und in der Renaissance das „musikalische Wunderland“ Europas, ein Land, in dem verschiedene (Musik-)Kulturen aufeinander treffen, sich aneinander reiben und dabei etwas Neues und noch nie da Gewesenes entstehen lassen.

Da ist einerseits die machtvolle katholische Kirche mit ihrer wichtigen konservatorischen Funktion, die mit ihrer mündlichen und schriftlichen Überlieferung im besten Sinne bewahrend auf die Musik wirkte, aber zugleich auch viele Neuerungen zu unterbinden suchte, und daneben entsteht in den Bruderschaften der "Laudesi" die erste religiöse "Volksmusik" in Europa. Die harmonische und mehrstimmige Instrumentalmusik entwickelt sich und wird aufgewertet, etwa mit den Experimenten der Ars Nova und der Ars Subtilior, und gleichzeitig breiten sich die mächtigen Einflüsse der arabischen Kultur vor allem mit ihren rhythmisch-perkussiven Elementen von Süditalien aus langsam Richtung Alpen aus.

Im 15. Jahrhundert formulieren Tanzmeister wie Domenico da Piacenza und Guglielmo Ebreo da Pesaro erstmals grundlegende Aussagen zur Verbindung von Musik und Tanz und werden damit richtungsweisend für viele nachkommende Generationen von Musikern und Tänzern.

In diesen frühen Tanztraktaten waren die Kompositionen noch einstimmig und dienten lediglich als Grundlage für instrumentale Improvisation. Erst der etwas später wirkende Joan Ambrosio Dalza veröffentlichte mehrstimmige Instrumentalarrangements für solche Tänze in einem frühen Lautendruck und machte sie so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Unsere Etappe nach Italien: Wir treffen auf ein Paradies der Musik und des Tanzes, das wir in diesem Jahr mit unseren Dozenten vom Ensemble Oni Wytars erforschen wollen.Und das sind unsere Werkstätten: Die Blockflöte
in der italienischen Musik des 13. bis 16. Jahrhunderts
Leitung: Meike Herzig
In diesem Kurs lernen Blockflötist/innen die Vielfalt der italienischen Musik zwischen 1300 und 1550 kennen. Beispiele aus verschiedenen Quellen, wie dem London Manuskript, dem Codex Faenza und dem Codex Squarcialupi werden erarbeitet.

Das Erlernen oder Weiterentwickeln spezieller Techniken (Silben, Klangfarbe, Pianogriffe, das ornamentieren einer Melodie...) wechseln mit Ensemblespiel. Dabei kann man Neues gleich anwenden und, was viel wichtiger ist, die Schönheit dieser Musik erleben. Besonders authentisch wird dieses Erlebnis durch die Kopien mittelalterlicher Blockflöten, die uns die Flötenbauer Köllner-Dives für diesen Kurs zur Verfügung stellen.

Voraussetzungen: Teilnehmende sollen f- und c-Flöten sicher spielen können. Bitte auch eigene Instrumente mitbringen. Evtl. vorbereitete Literatur kann im Kurs besprochen werden.

Meike Herzig, Köln, studierte Alte und Neue Musik und Blockflöte in Köln und Amsterdam, arbeitet als Musikpädagogin und Konzertmusikerin, u.a. "Bois de Cologne", "Trio Delight", "sYn.de"
Italienische Tanzkunst des 15. Jahrhunderts
Tanzworkshop mit Tänzen von
Domenico da Piacenza und Guglielmo Ebreo da Pesaro
Leitung: Jadwiga Nowaczek
Die beiden „Stars“ am Tanzhimmel des Quattrocento waren Guglielmo Ebreo und sein von ihm sehr verehrter Lehrer Domenico da Piacenza. Durch ihre Tanzbücher ist uns ein Einblick gewährt, wie sich die höfische Gesellschaft zwischen 1450 und 1500 bewegte, mit welchen Tänzen sie sich vergnügte und was auch an weitreichenden theoretischen und philosophischen Konzepten hinter den Tänzen steckte.

Uns erstaunt heute, wie subtil, elegant und kraftvoll diese über 500 Jahre alte Tanzkunst war. Das Repertoire reicht von der anspruchsvollen Bassadanza über die abwechslungsreichen Balli bis hin zu Tänzen mit pantomimischen Elementen, in denen beispielsweise das Flirten, verliebte Annähern oder auch das eifersüchtige Abwehren von Konkurrenten ausgespielt wird - das alles selbstverständlich als höfisches Vergnügen auf hohem Niveau.

Jadwiga Nowaczek, Erding, klassische Tanzausbildung, Studium der Schulmusik, Rhythmik und Musikwissenschaft. Seit 1980 Rekonstruktion von historischen Tänzen nach den Primärquellen. Solistin und Leiterin mehrerer Tanzgruppen, Choreographin, Kursleiterin und Lehrbeauftragte, Vorsitzende des Arbeitskreises für Tanzgeschichte des DBT (1998-2002).„La musica per la danza"
Ensemblekurs
Leitung: Marco Ambrosini
Domenico da Piacenza (oder: Domenico da Ferrara; * um 1420; † um 1475) und sein Schüler Guglielmo Ebreo da Pesaro (oder: Giovanni Ambrosio; * um 1420 in Pesaro; † nach April 1484 in Florenz) waren italienische Tanzmeister und Tanztheoretiker. Von Domenico da Piacenza stammt das erste umfangreiche italienische Traktat zum Gesellschaftstanz überhaupt, in dem die Choreografien mit Schritten und teilweise auch mit Beifügung der Musik (einstimmiger Tenor) beschrieben sind. Gerade diese Verbindung von Musik und Tanz macht die Abhandlungen dieser beiden Tanzmeister für die Musikgeschichte ungemein wichtig: Ähnlich wie später bei dem Franzosen Thoinot Arbeau lässt sich daraus für uns moderne Musiker ein besseres Verständnis dieser frühen Musik und ihrer Aufführungspraxis erschließen.

Dieser Spielkurs wendet sich an intonations- und rhythmussichere Musiker, die Spaß und Interesse an historischer Musik und alten Instrumenten haben. Die Kursarbeit wird sich darauf konzentrieren, aufführungspraktische Fragen zu lösen, Arrangements für das Ensemble zu erarbeiten und die musikalische und theoretische Arbeit mit der Vorbereitung eines kursinternen Werkstatteinblicks in Zusammenarbeit mit dem parallelen Tanzworkshop von Jadwiga Nowaczek zu vervollständigen.

Notenmaterial wird den Kursteilnehmern in moderner Notation rechtzeitig zugeschickt.

Voraussetzungen: Die Teilnehmenden müssen in der Lage sein, ihre gut spielbaren Instrumente selbst einzurichten und über sichere Notenkenntnisse verfügen.

Marco Ambrosini, Eifa/Hatzfeld, studierte Violine und Viola, Musikgeschichte, Komposition. Mitbegründer von "Oni Wytars" (1982). International tätig als Solist und Komponist mit Alter und Neuer Musik. Leiter der Nyckelharpa-Fortbildung auf BURG FÜRSTENECK.Tanzmusik mit Joan Ambrosio Dalza
Renaissance-Ensemble
Leitung: Marc Lewon
Joan Ambrosio Dalza besorgte im Jahre 1508 den ersten Druck mit Lautenmusik Italiens für den berühmten venezianischen Notendrucker Ottaviano Petrucci. Dabei achtete Dalza auf besonderen Wunsch prominenter Kunden besonders darauf, den Schwierigkeitsgrad seiner Tabulaturen nicht zu hoch anzusetzen, um seine potentiellen Käufer nicht zu überfordern. Neben einigen Präludien enthält dieser Druck ausschließlich Tanzmusik, die nach Gattungen sortiert und zu Tanzsuiten zusammengestellt wurde. Das Besondere: drei der Stücke sind für Lauten-Duo arrangiert. Die Form dieser Bearbeitungen ist sehr leicht zu überblicken und was Dalza für das Lauten-Duo vormacht, lässt sich problemlos auf Instrumentalensembles generell anwenden: Während die begleitende Laute den Grundrhythmus des Tanzes mit wiederkehrenden Akkorden wie einen Teppich ausbreitet, spielt die Melodielaute immer neue Variationen auf dieser Grundlage.

Das Prinzip wird im Kurs auf alle "bassa"-Instrumente übertragen, also auf die "leisen" Instrumente, die sich als Ensemble gut zusammen stellen lassen. Neben Lauten können entsprechend auch Harfen, Fideln, Flöten etc. eingebracht werden. Ziel ist es, mit dem Ensemble eine Tanzsuite, bestehend aus Pavane, Saltarello und Piva einzustudieren, wobei sich die Oberstimmenspieler abwechseln können – „jede/r darf mal“.

Marc Lewon, Wyhlen, Lautenist und Musikwissenschaftler. Diplomstudium (Laute, Fidel und Gesang) an der Schola Cantorum Basiliensis. Wissenschaftliche Publikationen über Frühe Musik. International tätiger Musiker in renommierten Ensembles, Ensembleleiter, zahlreiche CD-Produktionen, Lehrtätigkeit. Leiter der Fortbildung zur Musik des Mittelalters auf BURG FÜRSTENECK."Un canto novello"
"Laude" aus dem mittelalterlichen Italien, alt oder neu?
Ein Kurs für Sänger/innen, die nach den "Wurzeln" suchen
Leitung: Peter Rabanser
In Südeuropa lebt bis heute eine Gesangstradition fort, die uns durch ihre Einfachheit und Natürlichkeit fasziniert. In Katalonien nennt man es cant d\'estil, auf Sardinien und Korsika paghjella - es ist eine Art zu musizieren, die aus dem Moment heraus entsteht. Was wir als überliefertes Notenmaterial des Mittelalters kennen, ist sehr wahrscheinlich oft nur ein Bruchteil der Melodien, die die Musiker jener Zeit kannten. Was sie spielten und sangen, wurde von ihnen verziert, variiert, rhythmisiert, und ganz einfach oder auch sehr virtuos begleitet, instrumental - oder eben mit der Stimme.

Auf der Basis einiger einfacher Melodien aus dem Laudario di Cortona und dem Laudario di Firenze (Gesangsbücher zweier "Laudesi"-Bruderschaften in Umbrien und der Toskana, 13. Jh., Italien) werden wir in verschiedensten Stilen experimentieren und improvisieren - Mehrstimmigkeit, Verzierungstechniken, Rhythmisierung, Begleitung - all das, ohne die endgültige Version von vornherein festzulegen; die Arrangements entstehen aus der Situation heraus.

Voraussetzungen: ein bisschen Notenkenntnisse, ein gutes Gehör und eine neugierige Stimme.

Peter Rabanser, Hatzfeld, studierte Gitarre, spielt vor allem osteuropäische und arabische Zupf- und Rohrblattinstrumente u.a. bei "Unicorn", "Oni Wytars", "Katharco Consort" und "Yalla Babo Express Orchestra". Mit letzteren Träger des "RUTH" - Weltmusikpreises 2004.


L\'arpa divina
Die Harfe in der italienischen Musik
Leitung: Riccardo Delfino
Die Harfe galt schon seit Davids Zeiten als königliches Instrument, doch in Italien sollte sie erstmals zu neuer Blüte erwachen, wo ihre Bauweise verfeinert und ihr Tonumfang wesentlich erweitert wurde - nicht zuletzt durch eine chromatische Besaitung (arpa doppia).

In diesem Kurs werden wir anhand von italienischer Literatur aus Mittelalter und Renaissance die historische Spielpraxis erforschen, spielerisch die Kunst der Improvisation üben und für die einstimmigen mittelalterlichen Lieder Begleitungen auf der Harfe suchen. Es besteht auch die Möglichkeit, auf einer chromatischen Harfe des Dozenten erste Spielversuche zu machen.

Der Kurs richtet sich an Harfenspieler/innen mit Grundkenntnissen..

Riccardo Delfino, Solist und Musiklehrer, Studium der Alten Musik (Göterborg) und der Musikpädagogik (Stuttgart), über 50 CD-Aufnahmen, Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie internationale Konzerttätigkeit in Ensembles für Alte Musik ("Oni Wytars", "Le Concert Spirituel", "Ensemble Unicorn", "Ensemble Accentus", “Joglaresa“, u.a.)Tamburello und Riqq
Percussion auf Rahmentrommeln
Leitung: Katharina Dustmann
In Italien noch immer verbreitetet, im ganzen Süd- und Süd-Westeuropa sehr gern gespielt und das seit mehr als 9000 Jahren: Der Tamburello oder auch Tamburin.

Man kann diesen Trommeltyp auf Arbeitsgeräte (z.B. Rahmen-Siebe) zurückführen, die mit Tierhaut bezogen wurden und auf denen in Arbeitspausen der Rhythmus zum Gesang geschlagen wurde. Der Tamburello zählt zur Familie der Rahmentrommeln. Er besteht aus einem Holzzylinder, der mit Naturfell (Ziege, Kuh o. a.) bespannt und rundherum mit Schellen aus Metall versehen ist. Die Spieltechniken kommen vermutlich aus Ägypten und sind sehr vielfältig. Mit dieser Trommel werden wir uns hauptsächlich beschäftigen, um Haltung, Spieltechniken und Rhythmen zu lernen.

Aber wenn die Hände mal schlapp machen und wir Abwechslung brauchen, nehmen wir auch mit seinem Bruder, den Riqq, zur Hand. Denn hier gibt es eine völlig unterschiedliche Spielweise, obwohl er ähnlich aussieht ...

Aber lasst euch auch überraschen, wir werden auf jeden Fall eine Menge Spaß haben.

Dieser Kurs richtet sich diesmal, endlich mal wieder, gerade auch an Anfänger. Auf Anfrage stehen auch Leihinstrumente zur Verfügung.

Katharina Dustmann, Hatzfeld, Studium klassisch-persische Perkussion, Masterclass an der Bayerischen Musikakademie. Zahlreiche CD-s und Konzerte, Komponistin und ArrangeurinWeitere Informationen und Anmeldung unter:
http://www.burg-fuersteneck.de/musik/altemusik.ht m[ ]
Mit besten Grüßen aus der Burg
Karsten Evers
Seite 5 von 5    1  « ...  3  4  5 
Up
Statistik 41 Einträge
30.607 Aufrufe

tsGuestbook © top-side.de
LoginLogin